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Strandbad mit vielen Bausteinen

Studie zur Zukunft des Freizeit-Areals am Müggelsee präsentiert Nutzungsideen

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Gutachter sehen die Zukunft des Strandbades Müggelsee positiv: In der jetzt präsentierten Machbarkeitsstudie schlagen sie allerdings vor, die einzelnen Bausteine des Areals individuell zu entwickeln.

Was für Nutzungsmöglichkeiten das historische Gelände am Nordufer des Müggelsees bietet, hat die dwif Consulting GmbH im Auftrag des Bezirksamts Treptow-Köpenick untersucht. Herausgekommen ist ein Konzept samt realitätsnaher Kalkulation der wirtschaftlichen Rahmendaten und möglicher Effekte. »Wir sind anders herangegangen als vorherige Gutachter«, macht Mathias Feige von der dwif deutlich. So bildeten zwar vorhandene Unterlagen, die das Areal als Waldbad einordnen, die Grundlage, doch bereits in dieser frühen Phase wurde Kontakt zu potenziellen Betreibern aufgenommen.

»Dadurch konnten wir einerseits neue unternehmerische Ideen einbeziehen, zum anderen kristallisierten sich vertragliche Rahmenbedingungen heraus, die für den Fall eines Engagements nötig wären«, erklärt Feige. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen sei unter anderem eine realitätsnahe Kalkulation von Investitionskosten und Ertragspotenzialen möglich gewesen.

Neu ist zudem die Einordnung des Geländes: Wurde es bislang stets als eine Gesamtanlage gesehen, loten die Gutachter dagegen einzelne Bausteine aus. Sie unterteilen es in das eigentliche Strandbad, das Strandbadgebäude, die Großgaststätte, die Sauna sowie das Bungalowdorf. Für diese Bestandteile sind im Konzept verschiedene Nutzungsideen aufgeschlüsselt. Beachtet wurden dabei bestehende Restriktionen durch Natur-, Wasser- und Denkmalschutz, Forstrecht, bauliche Vorgaben, Wirtschaftlichkeit sowie die Prämisse, auch künftig keinen Eintritt zu verlangen. »Das alles erfordert letztlich eine Attraktivitätssteigerung des Ortes«, betont Feige. Künftig dürfe es dort weder Flächenerweiterungen noch Massenveranstaltungen geben, dafür jedoch ganzjährige Angebote an unterschiedliche Zielgruppen.

Aus Sicht der Gutachter könnten die »Flügel« des Strandbadgebäudes zu einem attraktiven Tagungs- und Lernort am Wasser umfunktioniert werden. Als Betreiber käme ein gemeinnütziger Bildungsträger in Frage. Der vorhandene Saunakomplex müsste komplett modernisiert werden. Für die Großgaststätte schlägt das Studien-Team dagegen den kompletten Abriss vor. Auf der Fläche könnten ein Ergänzungsmodul zur Tagungsstätte entstehen, vielleicht auch ein innovativer Wasserspielplatz oder Parkmöglichkeiten.

Auch das in die Jahre gekommene Bungalowdorf am Fürstenwalder Damm soll verschwinden und dafür ein sogenannter Mobilehomepark am Wasser aufgebaut werden. »Tagungsgäste, ebenso Familien mit Kindern könnten in den Häusern auf Rädern übernachten«, sagt Mathias Feige.

Fest steht bereits: Die grundsätzliche Sanierung der Gebäude und den Abriss trägt die öffentliche Hand. Wie berichtet, stehen dafür insgesamt acht Millionen Euro - die Hälfte stellen jeweils der Bund und das Land Berlin - zur Verfügung. Künftige Betreiber beziehungsweise Pächter sind für den Innenausbau und die laufende Instandhaltung verantwortlich.

Nach Aussage von Angela Weniger, Leiterin Facility Management im Bezirksamt Treptow-Köpenick, beginnt frühestens Mitte 2017 die Sanierung auf dem Gelände. »Zurzeit laufen intensive Gespräche mit den Fördermittelgebern.« Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) betont, der Bezirk habe bereits in den vergangenen Jahren sechsstellige Millionenbeträge in den Unterhalt des Strandbades investiert. 2015 wurde unter anderem mit Fördermitteln die marode Uferbefestigung entfernt und mit Sand aufgefüllt. Auch neue Gehölze kamen in die Erde.

Das Gutachten ist auf der Internetseite des Bezirksamtes unter www.berlin.de/ba-treptow-koepenick einsehbar.

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