Feuer in geplanter Asylunterkunft in Unterensingen

Anschlag auf geplantes Flüchtlingsheim in Emmerthal / Polizei verfolgt »konkrete Hinweise« nach Schüssen in Dreieich / Kein Strom mehr: Flüchtling stirbt in Bremen

Berlin. In Emmerthal im Landkreis Hameln-Pyrmont haben Umbekannte eine geplante Flüchtlingsunterkunft zerstört. Sie drangen in ein bisher noch leerstehendes Mehrfamilienhaus ein und durchtrennten in allen Etagen Wasserleitungen, wie die Polizei meldet. Es entstand erheblicher Schaden. Der Landkreis hatte das Haus angemietet, es sollte nach Instandsetzung von fünf Flüchtlingsfamilien bezogen werden. Die Ermittlungen laufen, bei der Polizei heißt es wie üblich, dass »ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht auszuschließen ist«.

Auch in Unterensingen (Baden-Württemberg) machen sich Unbekannte an einer geplanten Flüchtlingsunterkunft zu schaffen. Wie der SWR berichtet, sei am Donnerstagmorgen in einem Zimmer im Erdgeschoss der Einrichtung ein Feuer ausgebrochen. Ersten Ermittlungen zufolge sollen Spuren eines Brandbeschleunigers gefunden worden sein. Die ausführliche Analyse der Brandspuren stehe aber noch aus, so die Polizei. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen, Personen kamen nicht zu schaden. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

In Bremen ist 19-jähriger Flüchtling ums Leben gekommen - der Mann starb an einer Kohlenmonoxidvergiftung, wie örtliche Medien unter Berufung auf die Polizei berichten. »Weil er in der Wohnung keinen Strom mehr gehabt habe«, soll der Asylbewerber versucht haben, Wasser auf einem Holzkohlegrill zu erhitzen. »An dem dabei entstanden Kohlenmonoxid erstickte er«, so die Polizei. Der Mann absolvierte gerade ein Praktikum. Nachdem er mehrere Tage nicht erschienen war, alarmierten Betreuer und Vermieter die Polizei. Die fand schließlich den Toten.

Im Fall der Schüsse auf eine Flüchtlingsunterkunft in Dreieich (Hessen) verfolgt die Polizei sechs Wochen nach der Tat offenbar eine heiße Spur. Wie die »Frankfurter Rundschau« berichtet, gehen die Ermittler »konkreten Spuren« nach, ohne allerdings weitere Details nennen zu wollen. Bei der Attacke Anfang Januar hatten Unbekannte mehrere Schüsse auf die Unterkunft abgegeben und dabei einen schlafenden Syrer verletzt. nd/Agenturen

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