Bauern stinkt die Tierschützerkritik

Verband weist Pauschalvorwürfe der Initiative gegen Massentierhaltung zurück

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der brandenburgische Bauernverband wehrt sich entschieden gegen das Anliegen des Volksbegehrens »Stoppt Massentierhaltung!« und fordert die Landesregierung auf, die Forderungen abzulehnen.

»Ja, wir lassen es auf eine Volksabstimmung ankommen und werden einen entsprechenden Wahlkampf dann auch führen«, sagte der Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg, Ulrich Folgart, am Donnerstag in Potsdam. In einem offenen Brief an die Landtagsabgeordneten wehren sich die im Verband organisierten Landwirte dagegen, »sich vom grünen Tisch aus diskreditieren« und der vorsätzlichen Tierquälerei beschuldigen zu lassen.

Bezogen auf die knapp 104 000 Unterschriften gegen die Massentierhaltung sagte Folgart, dieses Stimmungsbild sei vor allem in den Städten zustande gekommen, also dort, wo die Menschen »am weitesten von der Tierhaltung entfernt« leben. »Das Interesse an einer Änderung der Tierhaltung ist offenbar dort am größten, wo es am wenigsten Tiere gibt.« Rundweg abgelehnt werden von den Bauernverbandsmitgliedern die Forderungen nach einem Verbandsklagerecht und einem Mitspracherecht der Kommunen bei landwirtschaftlichen A...


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