Türkei macht mobil

28 Todesopfer nach Anschlag in Ankara

  • Von Roland Etzel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nur einen Tag nach dem Anschlag von Ankara stehen die Verantwortlichen für die türkische Regierung fest: die PKK und die syrische Kurdenmiliz. Beide bestreiten aber, mit der Tat zu tun zu haben.

Die türkische Regierung hat sich nicht lange mit der Suche nach den Schuldigen aufgehalten. Noch in der Nacht zu Donnerstag erklärte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und die Volksverteidigungseinheiten (YPG) für verantwortlich, also jene kurdisch-syrischen Organisationen, die von der türkischen Armee bereits seit Tagen über die syrische Grenze hinweg beschossen werden. Er griff dabei tief ins patriotische Arsenal.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan selbst ließ es sich nicht nehmen, im Fernsehen Mitteilung von dem Attentat auf einen Armeebus zu machen, bei dem am Mittwochabend in der Hauptstadt Ankara 28 Personen getötet und 61 verletzt worden waren. Unter den 28 Toten sind 27 Soldaten. Erdogan ließ dabei wenig von dem aus, was man von ihm an Pathos und Patriotismus bereits kennt, wenn er vom »Überlebenskampf der türkischen Nation« gegen »den Terrorismus« schwadroniert. Die Türkei werde »nicht...


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