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Schriftstellerin Harper Lee gestorben

Pulitzer-Preisträgerin wurde 89 Jahre alt

New York. Die US-Schriftstellerin Harper Lee ist tot. Die für ihren Roman »Wer die Nachtigall stört« berühmte Autorin starb im Alter von 89 Jahren, wie die Verwaltung ihrer Heimatstadt Monroeville im Bundesstaat Alabama am Freitag bestätigte. Die Geschichte über Rassismus in den US-Südstaaten während der 30er Jahre wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und in mehr als 40 Sprachen übersetzt.

Der Klassiker »Wer die Nachtigall stört« aus Sicht der neunjährigen Scout wurde 1960 veröffentlicht und gilt als eines der einflussreichsten Werke der US-Literatur. Hollywood verfilmte den Roman 1962 mit Gregory Peck in der Hauptrolle. Lee hatte danach mehr als 50 Jahre lang kein weiteres Buch mehr veröffentlicht und lebte zuletzt von der Öffentlichkeit abgeschirmt in einem Pflegeheim in Monroeville.

Erst im Juli 2015 wurde mit »Gehe hin, stelle einen Wächter« ein zweiter Roman der Autorin veröffentlicht, den sie allerdings schon vor »Wer die Nachtigall stört« geschrieben haben soll. »Gehe hin, stelle einen Wächter« spielt rund 20 Jahre nach der Ausgangshandlung von »Wer die Nachtigall stört«. Die inzwischen erwachsene Protagonistin Scout fährt in ihre Heimat in Alabama zurück, wo sie ihren Vater Atticus Finch wiedertrifft. Schon im Vorfeld der Veröffentlichung sorgte die Information für Wirbel, dass sich dieser vom moralischen Rechtsanwalt zu einem Rassisten gewandelt hat.

Das bereits Mitte der 50er Jahre fertiggestellte Manuskript wurde nach Angaben von HarperCollins in einem Schließfach entdeckt, die Umstände sind unklar. Befürchtungen wurden laut, dass die zuletzt schwerhörige und blinde Lee manipuliert worden sein könnte, um ihre Zustimmung zur Veröffentlichung des Buches zu erhalten. AFP/nd

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