Hans-Christian Wöste, Bremen 20.02.2016 / Wirtschaft und Umwelt

Untergang mit 23 000 Beschäftigten

Vor 20 Jahren ging die Bremer Vulkan-Werft pleite - Fördergelder für Schiffbauer im Osten versickerten im Westen

Mit einer spektakulären Pleite endete 1996 die kurze Phase des größten deutschen Werftenverbundes. Die Bremer Vulkan stellte Vergleichsantrag und ging unter. Die Folgen sind bis heute spürbar.

Wütende Arbeiter demonstrieren an Nord- und Ostsee, später langwierige Prozesse und Untersuchungsausschüsse: Eine der größten deutschen Wirtschaftspleiten nimmt ihren Lauf, als die Bremer Vulkan Verbund AG am 21. Februar 1996 Vergleich anmelden muss. Nach kurzzeitigem Aufstieg zum größten deutschen Werftenverbund bricht vor 20 Jahren ein Konzern mit etwa 23 000 Beschäftigten zusammen. Von Bremen bis Schwerin stehen Wirtschaftspolitiker vor einem Scherbenhaufen.

Nach Vergleichsantrag und Konkurs gerät schnell das Management in die Kritik: »Nieten in Nadelstreifen« aus den Vorstandsetagen sollen das Desaster verschuldet haben. Doch auch unterschiedliche Interessen in Politik, Wirtschaft und bei den Banken mischen in dem Drama mit.

»Der Absturz des Vulkan war ein Lehrstück für das komplette Versagen eines viel zu schnell gewachsenen Unternehmens«, blickt heute der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel von der Universität Brem...

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