Werbung

Ein Wochenende kaltland

Unbekannte haben erneut eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt angegriffen. Sie hätten am frühen Sonntagmorgen Steine gegen das ehemalige Bürogebäude geworfen, teilte die Polizei in Dessau-Roßlau mit. Glasscheiben und eine Werbetafel gingen zu Bruch. Wachleute hatten die Tat am frühen Morgen gemeldet.

In Erfurt sind syrische Jugendliche beim Fußballspielen beleidigt und später bedroht worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, forderte ein Unbekannter, der an dem Bolzplatz vorbei kam, von den Kindern und Jugendlichen, in ihr Heimatland zurückzugehen. Nach Polizeiangaben spielten dort Syrer mit ihrem Betreuer Fußball. Wegen »bedrohlichen Verhaltens« des Mannes brach der das Spiel schließlich ab. Auf dem Heimweg begegnete die Gruppe dem Mann erneut. Nach Polizeiangaben hatte er offenbar auf die Flüchtlinge gewartet und äußerte erneut Drohungen. Der Vorfall hatte sich bereits am Freitag ereignet.

In Obergünzburg im Ostallgäu sind am Samstagabend rund 150 Nazis aufmarschiert - sie trugen Fackeln und Deutschlandfahnen. Berichten örtlicher Medien zufolge riefen die teils Vermummten »Wir sind das Volk« und zeigten vereinzelt den Hitlergruß. Die Polizei habe nach eigenen Angaben vorher nichts von dem Aufmarsch gewusst, der versammlungsrechtlich demnach illegal war. Rund 50 Menschen stellten sich den Nazis in den Weg.

Im sächsischen Zwickau haben sich am Samstag rund 3000 Menschen an einem Aufmarsch gegen die Asylpolitik der Bundesregierung beteiligt. Laut der »Freien Presse« waren darunter auch Anhänger der rechtsextremen Identitären Bewegung. Agenturen/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser:innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede:n Interessierte:n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor:in, Redakteur:in, Techniker:in oder Verlagsmitarbeiter:in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung