Kahane: Die sächsische Politik »macht Nazis groß«

Amadeu-Antonio-Stiftung: Freistaat ist Paradebeispiel für Untätigkeit gegen Rechts / Ohne die Zivilgesellschaft »wäre alles noch viel schlimmer«

Berlin. Die ausländerfeindlichen Krawalle in Clausnitz und Bautzen gehen nach Einschätzung der Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung auf das Konto der sächsischen Politik. Sachsen sei ein Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn man politisch nichts gegen rechtsextreme Umtriebe unternimmt, sagte die Stiftungsvorsitzende Anetta Kahane dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. »Wenn man mal einen Feldversuch machen will, wie man Nazis groß bekommt, das die richtig machen können, was sie wollen, dann muss man sich Sachsen angucken«, sagte Kahane. Gleichzeitig gebe es eine fitte und aktive Zivilgesellschaft im Freistaat: »Wenn es die nicht gäbe, wäre alles noch viel schlimmer.«

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