Daniel Hiß 25.02.2016 / Meinung

Das falsche Spiel mit der Erdgas-Karte

Daniel Hiß sieht mit dem Ausbau der Erdgasförderung in Europa die Chancen schwinden, die Erderwärmung zu begrenzen

Die EU-Kommission setzt alles auf die Erdgas-Karte und auch die Bundesregierung versucht nach wie vor, das tote Pferd Fracking zu reiten - beides widerspricht dem Geist des Klimaschutzabkommens von Paris.

Erdgas als Partner der Erneuerbaren Energien und klimafreundliche fossile Brücke in eine regenerative Energieversorgung – diese Marketingsprüche der Konzerne sind längst zum Leitbild der Politik geworden. Und die Branche legt nach. Der deutsche Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) hat in dieser Woche beim Jahrespressegespräch seine Botschaft klar formuliert: Erdgas ist und bleibt auf absehbare Zeit Energieträger Nummer eins. Daher gelte es auch die seit Jahren rückläufige heimische Produktion weiter zu fördern – und zwar durch ein Gesetz, das in Deutschland die Rahmenbedingungen für den Einsatz des umwelt- und gesundheitsgefährdenden Fracking schafft. Auch für die EU-Kommission ist Erdgas langfristig der wichtigste Energieträger in der Europäischen Union. Mit einem vergangene Woche veröffentlichten Maßnahmenpaket hat sie Richtlinien und Strategien auf den Weg gebracht, um die Versorgungssicherheit mit Erdgas zu gewährleisten. Das soll vor allem durch den Bau neuer Pipelines und Terminals für Flüssiggas, Diversifizierung der Erdgasimporte sowie die Förderung der heimischen Erdgasproduktion geschehen.

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