Werbung

Über die Katastrophen aufklären

IPPNW-Kongress und Hilfe von SODI

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Als ein Zeichen gegen das Vergessen, Verdrängen und Vertuschen sieht Alex Rosen, Vize-Vorsitzender der deutschen Sektion der Ärzteorganisation gegen den Atomkrieg (IPPNW) den am Freitag beginnenden dreitägigen Kongress »5 Jahre Leben mit Fukushima - 30 Jahre Leben mit Tschernobyl«. Beide Katastrophen stellten keine abgeschlossenen historischen Ereignisse dar, sondern andauernde Tragödien, die das Leben von Millionen von Menschen bis heute massiv beeinträchtigen. Deren unveräußerliches Recht auf Gesundheit und das Leben in einer gesunden Umwelt werde beschnitten, kritisierte er in seinem Grußwort an den von zahlreichen Organisationen unterstützten IPPNW-Kongress in der Berliner URANIA.

Obwohl die Belastung vor Ort weiter bestehe, wüssten mittlerweile viele Jüngere nichts mehr mit dem Begriff Tschernobyl anzufangen, vermerkt Susanne Laudahn, Programm-Managerin Kommunale Entwicklungszusammenarbeit und Belarus des Solidaritätsdienstes International e.V. (SODI). In einer Tschernobylwoche im Umfeld des Jahrestages der Katastrophe gebe es vor allem in Frankfurt an der Oder, Eisenhüttenstadt, Schwedt, Seelow und Wriezen viele Informations- und Spendenaktionen. Dazu würden auch belarussische Partner der Organisation eingeladen, um Informationen aus erster Hand weiterzugeben.

Belarus ist das am stärksten von Tschernobyl verseuchte Land. Mehr als ein Viertel seiner Oberfläche wurde durch den radioaktiven Fallout, der verschiedene Elemente beinhaltete, verseucht. Es wird geschätzt, dass immer noch rund 500 000 Kinder allein in Belarus an den Folgen leiden. Nicht nur durch genetische Schäden, sondern insbesondere durch die permanent anhaltende Verstrahlung mit Cäsium 137 sind besonders Kinder betroffen.

Seit 1996 unterstützt SODI die Strahlenprävention mit einer mobilen Messstation, die in der Randzone der Verstrahlung eingesetzt ist. Direkt betroffenen Kindern der Grundschule Sokolowka wird ein Kuraufenthalt im Zentrum Nadeschda ermöglicht. Der Scheck für ein neues Messmobil soll Ende April den Partnern übergeben werden. Zudem finanziert die Solidaritätsorganisation jährlich 200 Ferienaufenthalte in nicht verstrahlte Gebiete ihrer Heimat und hilft der Elternselbsthilfeinitiative »Belapdi« von Eltern mit behinderten Kindern und Jugendlichen. nd

Solidaritätsdienst International e.V. Spendenkonto: 10 20 100, Bank für Sozialwirtschaft, Bankleitzahl: 100 205 00 IBAN DE33100205000001020100, BIC BFSWDE33BER.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen