Der Stuhl Petry und der suizidale Ehemann

Wer glaubt, dass man der AfD schadet, weil man ihr einen Knebel verpasst, der täuscht sich gewaltig

  • Von Roberto J. De Lapuente
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Darf man nun mit der AfD reden oder nicht, ihr ein Forum bieten oder nicht, sie zu Elefantenrunden einladen oder nicht? Es gibt Für und Wider. Aber eines ist klar: So wie manch einer mit ihr unter der Gürtellinie kommuniziert, schadet man dieser Partei nicht: Man stärkt sie.

Letzte Woche hat er es ihr aber so richtig gegeben. Der Günther Oettinger. Der Frauke Petry. Wenn diese komische Person seine Frau wäre, so stichelte er gegen die Vorsitzende der There is no Alternative für Deutschland, dann würde er sich erschießen. Unter diesen Umständen mag manchen zwar die Zwangsverheiratung wieder als attraktive Option in den Sinn kommen, aber seien wir ehrlich: So eine Maßnahme ist so sinnlos wie das Zuhalten von Augen und Ohren, das mancher etablierte Politiker jetzt mit infantiler Ignoranz praktiziert. Eine solche Praktik ändert ja nichts, genauso wenig wie es etwas ändern würde, wenn sich ein angeekelter Ehemann in eine Kugel stürzte. Seine Frauke wäre ja immer noch da. Jemanden loszukriegen, indem man sich selbst los wird, ist eine doofe Art zur Bekämpfung unerträglicher Zeitgenossinnen.

Die ganze Sache ist aber doch noch viel kindischer. Über Wochen hieß es: Nein, die AfD laden wir nicht ein, keine Elef...

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