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Stadtrat hält an Preis fest

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Die Verleihung eines Toleranzpreises bringt der Stadt Bayreuth weiterhin kontroverse Debatten ein. Ausgezeichnet werden soll die US-Organisation »Code Pink«.

Bayreuth. Der umstrittene Toleranzpreis der Stadt Bayreuth für die US-Bürgerrechtsbewegung »Code Pink« sorgt weiter für heftige Debatten. Der israelische Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, kritisierte die Entscheidung mit harschen Worten: »Ich bin entsetzt, dass ausgerechnet in Deutschland im Namen von Toleranz und Humanität die Organisation «Code Pink» ausgezeichnet werden soll«, teilte er am Donnerstag in Berlin mit.

»Code Pink« war in einem Medienbericht eine israelfeindliche Haltung vorgeworfen worden, außerdem hätten Aktivistinnen der Organisation mit Holocaust-Leugnern an einer Konferenz im Iran teilgenommen. Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe wollte die Preisverleihung deshalb verhindern. Der Stadtrat folgte ihr aber nicht und entschied am Dienstagabend, den Preis doch an »Code Pink« zu vergeben.

Auch der Zentralrat der Juden äußerte sich kritisch zu der Entscheidung. »Vorurteile, wie die Behauptung, Israel sei ein Apartheidstaat, werden auch von ›Code Pink‹ verbreitet«, teilte Präsident Josef Schuster mit. »Gerade in Zeiten, in denen wir vielen Neu-Einwanderern unsere Werte vermitteln möchten, wäre es wichtig, den Träger eines solchen Preises mit mehr Sensibilität auszusuchen.«

Die Universität Bayreuth hatte »Code Pink« als Preisträger vorgeschlagen - im Rahmen eines Zukunftsforums der Hochschule ist die Preisverleihung für den 15. ApriL geplant. Der »Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis« für Toleranz und Humanität ist mit 10 000 Euro dotiert.

»Code Pink« hat vehement bestritten, sich antisemitisch zu verhalten und reagierte erfreut über die Entscheidung des Stadtrats. Sprecherin Elsa Rassbach wies den Vorwurf der israelfeindlichen Haltung ihrer Organisation erneut zurück. Allerdings räumte sie ein: »Wir sind israelkritisch, und dazu stehen wir.« dpa/nd

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