Oliver Kern 26.02.2016 / Sport

Im Sande verlaufen

Markus Rehm will bei Olympia starten, doch der Weltleichtathletikverband hält ihn hin

Paralympicssieger Markus Rehm soll nachweisen, dass ihn seine Prothese gegenüber Nichtbehinderten nicht bevorteilt. Doch die IAAF schickt ihm keine Beweiskriterien. Etwas Druck scheint hilfreich.

Öffentlicher Druck schadet nie, um Bewegung in eine festgefahrene Sache zu bringen. Das dachten sich in der vergangenen Woche auch der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und sein Vorzeigeathlet Weitspringer Markus Rehm. Also warfen sie per Pressemitteilung am 18. Februar dem Weltleichtathletikverband IAAF vor, sie seit Monaten zu ignorieren. Einen Tag später landeten plötzlich E-Mails in den Postfächern.

Die IAAF hatte im August 2015 eine viel kritisierte Regel aufgestellt, nach der Athleten, die auf »technische Hilfe« angewiesen sind - im Fall Rehms eine Unterschenkelprothese -, fortan selbst nachweisen müssen, dass ihnen dadurch im Wettkampf mit nichtbehinderten Athleten kein Vorteil entsteht. Ansonsten sind sie von Olympia und WM ausgeschlossen. Da außer dem Leverkusener kein anderer Behindertensportler an die Leistungen der besten Nichtbehinderten herankommt, konnte man durchaus von einer »Causa Rehm« sprechen.

Der wi...

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