Blutrache im Regenwald

Wie die Ölförderung in Ecuador Naturvölker in Bedrängnis bringt

  • Von Johannes Süßmann, Quito
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Durch die Erdölförderung im ecuadorianischen Nationalpark Yasuní sind die Territorien der dort lebenden Ureinwohner drastisch geschrumpft. Immer wieder kommt es zu blutigen Zusammenstößen.

Mit starren Zügen blickt Alicia Cahuiya geradeaus. Ein grünes Stirnband hält ihr schwarzes Haar, über Nase und Wangenknochen zieht sich ein Streifen roter Farbe. »Der Staat muss die Familien unterstützen, die Angehörige verloren haben«, sagt die Vizepräsidentin des Volksstammes der Huaorani im Yasuní-Nationalpark im Osten Ecuadors. Wenn dies nicht innerhalb der kommenden Wochen geschehe, werde ihr Stamm Rache nehmen. »Dann wird es noch mehr Tote geben.«

Am 25. Januar haben Krieger vom Stamm der Taromenane auf dem Shiripuno-Fluss, mitten im Amazonas-Regenwald, ein Huaorani-Paar mit Lanzen angegriffen. Der Mann war sofort tot, seine Frau überlebte schwer verletzt.

Der Fall erinnert an März 2013. Auch damals töteten Taromenane zwei Huaorani, die wenig später Rache nahmen. Mit Schusswaffen drangen sie tief in den Dschungel ein - und richteten unter den ersten Taromenane, denen sie begegneten, ein Massaker an. Mehr als 30 Menschen...

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