Jawlinski meldet sich für den Kreml

Liberaler Wirtschaftsexperte nimmt Anlauf für die Präsidentenwahl 2018

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Jabloko-Partei rüstet für Russlands Präsidentenwahl. Ihr Kandidat Jawlinski hat aber keine Chance - auch weil die Demokraten uneins bleiben.

In die neue Woche ging der Liberale und Wirtschaftsexperte Grigori Jawlinski bereits als Herausforderer. Einmal mehr versucht er sich als Kandidat für den Chefposten im Kreml. Ein Erfolg muss nach bisherigen Versuchen als aussichtslos gelten, eine erste Umfrage gibt ihm fünf Prozent. Bei keiner gesamtrussischen Wahl nach dem Ende der Sowjetunion, sei es zum Präsidenten oder zum Parlament, erreichte die von ihm 1993 mitbegründete Partei Jabloko zweistellige Ergebnisse.

Eine Präsidentschaftskandidatur Jawlinskis endete 2012 allerdings mit einer verweigerten Zulassung. Die Zentrale Wahlkommission erklärte rund ein Viertel der zur Unterstützung gesammelten zwei Millionen Unterschriften für ungültig. Es seien viele Kopien von Listen eingereicht worden, nötig aber die Originale, hieß es. Die Opposition klagte nicht nur vor Gericht, sondern auch ihrerseits über Fälschungen.

Doch Jawlinski bleibt optimistisch. »Mein Hauptverbündeter - das russi...

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