Werbung

Bei Polizeieinsatz verletzter Mann will auf Entschädigung klagen

Lutheran. Der von Polizisten in Lutheran bei Parchim schwer verletzte Mann will auf Entschädigung klagen. Der 27-Jährige, der durch den Schuss aus einer Polizeiwaffe ein Auge verloren hatte, müsse mehrere hunderttausend Euro Entschädigung erhalten, sagte sein Anwalt Benjamin Richert am Mittwoch. Noch sei unklar, ob sein Mandant gegen das Land Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern klagen wird. »Das hängt davon ab, wer den Polizeieinsatz angeordnet hat«, sagte Richert. Der Mann war am 12. Februar in einem geliehenen Auto unterwegs, als er von zwei zivilen Polizeifahrzeugen eingekeilt wurde. Er war mit einem gesuchten Kriminellen verwechselt worden. dpa/ndJenaer Burschenschaft wird weiter beobachtetJena. Die Thüringer Verfassungsschützer beobachten weiter die Jenaer Burschenschaft »Normannia«. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Demnach liegen dem Amt für Verfassungsschutz Anhaltspunkte für rechtsextremistische Bestrebungen innerhalb der Burschenschaft vor. Außerdem hätten Verfassungsschützer Erkenntnisse darüber, dass es eine »personelle Verzahnung« mit der rechten Szene gebe. Nach Einschätzung des Amts für Verfassungsschutz wiesen Äußerungen von Burschenschaftern in Vorträgen oder auf dem Facebook-Profil »in Teilen rechtsextremistische Bezüge« auf. Die Internetseite der Burschenschaft sei inzwischen nicht mehr online abrufbar. »Darüber hinaus deuten die von der Burschenschaft genutzten Trefforte auf eine Nähe zur rechtsextremistischen Szene hin«, heißt es in der Einschätzung des Innenministeriums. Bereits im Jahr 2012 verwies das Innenministerium in einer Analyse darauf, dass die Jenaer Burschenschaft jahrelang Kontakte zur rechtsextremen NPD und zum Umfeld der Neonazi-Zelle Nationalsozialistischer Untergrund unterhielt. Die vom Verfassungsschutz beobachtete »Normannia« hatte sich Ende 1999 als Abspaltung aus der Burschenschaft »Jenensia« gebildet. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln