Roland Etzel 04.03.2016 / Politik

Zurück in den Trümmern von Cizre

Ankara führt fast unbeachtet Krieg gegen die Kurden im Südosten der Türkei

In Istanbul werden zwei Frauen beim Angriff auf eine Wache erschossen. Auch Diyarbakir erlebt Proteste und Schüsse. Beinahe jeden Tag sterben so Menschen im kurdischen Südosten des Landes.

Ist die Türkei ein Staat, dessen andauernde bewaffnete Auseinandersetzungen im Inneren bereits als Krieg zu klassifizieren sind? Es ist zugegeben eine etwas akademische Sichtweise, die von Friedensinstituten in ihren jährlichen Rückblicken gestellt und auch beantwortet wird, ob Unruhen bereits ein Krieg sind, um festzustellen, ob die Welt im Ganzen friedlicher geworden ist oder eben nicht. Was die Türkei betrifft, sind die Verhältnisse ohne Zweifel kriegerisch, zumindest im kurdischen Teil.

Ein Indiz dafür ist, dass es beinahe täglich bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen der türkischen Armee oder bewaffneten Polizeitrupps auf der einen und Freischärlern der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) auf der anderen Seite gibt. Und dass die Meldungen der Nachrichtenagenturen darüber zumeist in einem unaufgeregten und geschäftsmäßigen Ton abgefasst sind.

Am Donnerstag meldete dpa, bei einem Gefecht im Bezirk Dargecit in der südosttürk...

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