Martin Hatzius 04.03.2016 / Kultur

Mein Coming-out als Westler

Im Roten Salon stellt Jakob Hein seinen Schelmenroman »Kaltes Wasser« vor

Die Kluft, die der Herbst 1989 zwischen Eltern und Kinder riss, ist in den vergangenen Jahren ausführlich beschrieben und ausgeleuchtet worden. Aber so knapp und lakonisch wie in Jakob Heins neuem Roman »Kaltes Wasser« hat man das Problem wohl noch nirgendwo zusammengefasst gefunden: »So lange die Mauer gestanden hatte«, berichtet Heins Held Friedrich Bender, der wie auch sein Autor 1971 in der DDR geboren wurde, »war ich ein Kind zweier achtbarer Eltern gewesen. Der Fall der Mauer machte mich zu einem jungen Erwachsenen mit zwei Pflegefällen im eigenen Haus. Meine Eltern hatten viel zu schnell aufgegeben. Ihr neues Lebensziel hieß Verteidigung.«

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: