Werbung

Agnoli im RLS-Archiv

Ein Blick ins Gedächtnis der LINKEN

  • Von Constantin Mavromatidis
  • Lesedauer: 2 Min.

Alles andere als verstaubt. Zum bundesweiten 8. Tag der Archive, der unter dem Motto »Mobilität im Wandel« am Wochenende stattfindet, öffnete die Rosa-Luxemburg-Stiftung bereits am Freitag ihre Türen. Es gab öffentliche Führungen durch Magazin und Archivräume ihres Hauptsitzes im Verlagsgebäude des Neuen Deutschlands am Franz-Mehring-Platz.

Das Archiv der noch jungen Stiftung legt seinen Schwerpunkt darauf, Informationen aus der Geschichte der LINKEN und ihrer Vorgängerorganisationen PDS und WASG zu dokumentieren. Gemeinsam mit der eigenen Bibliothek würde ein »kollektives Gedächtnis« entstehen, wie es auf der Homepage der Stiftung heißt. Quellenmaterial und Literatur, die relevante Themen und Fragen behandeln, werden hier der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zu ihren Beständen zählen unter anderem auch Plakate und Broschüren. Die im Hauptmagazin gelagerten Tonbänder, Audio- und VHS-Kassetten warten indes auf ihre Digitalisierung.

»Es gibt kaum noch jemanden, der über solche Abspielgeräte verfügt«, sagte Udo Wolter vom Archiv der Stiftung, »daher ist die Umwandlung ins Digitale notwendig und wichtig«. Fünf Archivare und eine Projektstelle kümmern sich um diese wichtige Zukunftsaufgabe betreut. Hinzu kommt, dass »wir als privates Archiv unsere Bestände selbst akquirieren müssten«, sagte Andrea Paul vom Stiftungsarchiv.

Auch der Platzmangel ist ein Problem. Während sich ein kleiner Raum im dritten Obergeschoss befindet, musste ein anderes Magazin außerhalb des Gebäudes angemietet werden. Trotzdem werde auch nach dem geplanten Umzug ins neu entstehende Stiftungsgebäude, zwischen Ostbahnhof und Postbahnhof, an seinem jetzigen Standort verbleiben. Aktuell werde jedoch noch weiter nach Magazinflächen gesucht, so Wolter.

Eine Überraschung erwartete die Teilnehmer, als die noch unerschlossene Privatbibliothek des 2003 verstorbenen Politologen Johannes Agnoli, unter anderem Begründer des Republikanischen Clubs, im Hauptmagazin präsentiert wurde. Dessen Witwe übergab seinen Nachlass der Stiftung.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Als unabhängige linke Journalist*innen stellen wir unsere Artikel jeden Tag mehr als 25.000 digitalen Leser*innen bereit. Die meisten Artikel können Sie frei aufrufen, wir verzichten teilweise auf eine Bezahlschranke. Bereits jetzt zahlen 2.600 Digitalabonnent*innen und hunderte Online-Leser*innen.

Das ist gut, aber da geht noch mehr!

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen und noch besser zu werden! Jetzt mit wenigen Klicks beitragen!  

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!