Meinungsbildung durch Metaphern

Sprachverwirrung kann Politik gestalten - eine Debatte mit Buchautorin Elisabeth Wehling

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Steuererleichterung, Klimawandel, Flüchtling: Die politische Sprache wird von jenen bestimmt, die die Deutungshoheit erlangen. Die Autorin Elisabeth Wehling warnt vor den Konsequenzen.

Elisabeth Wehling arbeitet an der University of California in Berkley und beschäftigt sich mit Kognitionsforschung, also unserem bewussten und unbewussten Erleben, unserer Art Informationen zu verarbeiten. In ihrem gerade erschienenen Buch »Politisches Framing« schreibt sie aus der Perspektive einer Vertreterin der Zunft, die die klassische Vernunft »längst zu Grabe getragen« hat, wie es im Vorwort heißt. Nicht aus Fakten, so ihre These, bilden wir unsere Meinung, sondern Frames ziehen im Gehirn die Strippen. Frame heißt übersetzt Rahmen bzw. Einrahmung. Die so vorgegebenen Rahmen beeinflussen demnach unser Denken. »Ein Frame umfasst all die Informationen, die wir aktivieren müssen, um Dinge zu verstehen«, erklärte Wehling vor kurzem in der »Süddeutschen Zeitung«. Wehling untersucht seit Jahren, wie die politische Linke ihrer Deutungshoheit, ja ihrer Sprache verlustig ging, weil die Konservativen ihre Frames bereits abgesteckt haben.

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