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Schlag gegen »Zaman«: Ende der Pressefreiheit in der Türkei

Polizei stürmt Sitz der regierungskritischen Zeitung / Tränengas gegen Demonstranten / DJV appelliert an Merkel: Jetzt keinen Kotau vor Erdogan

Berlin. Die türkische Polizei hat am Freitagabend den Sitz der regierungskritischen Zeitung »Zaman« gestürmt, die zuvor unter staatliche Aufsicht gestellt worden war. Wie ein AFP-Reporter berichtete, setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer gegen hunderte Demonstranten ein, die sich nach der Ankündigung der Zwangsverwaltung aus Solidarität vor dem »Zaman«-Sitz versammelt hatten, und drang dann in das Gebäude ein.

Am Freitag hatte ein Istanbuler Gericht die Einsetzung eines neuen Managements bei »Zaman« (Zeit) angeordnet. »Zaman« ist mit nach Branchenangaben rund 650.000 Exemplaren täglich die auflagenstärkste Tageszeitung des Landes. Die Zeitung ist ein Flaggschiff der Bewegung von Fethullah Gülen, die vom Regime des autoritär agierenden Staatschefs Recep Tayyip Erdogan als Erzfeind betrachtet wird.

Die Polizei hätte Überwachungskameras im Gebäude abgeschaltet, um Live-Bilder vom Einsatz zu verhindern. Die Mitarbeiter se...


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