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Sieh hinauf, heut’ ist der Nachttraum heiter

Der Berliner Komponist und Pianist Aribert Reimann wurde 80 Jahre alt. Sein Werk ist aktueller denn je

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Wenn einer den Begriff »ernste Musik« wortwörtlich nimmt, dann der 1936 in Berlin geborene Komponist und Pianist. Aribert Reimann, von früh an den technologischen Überzeichnungen der Avantgarde abhold, ließ sich nicht beirren. »Ernst«, das meint ja nicht die Unheiterkeit, sondern Kunst, die mehr sagen will als bloß darüber zu reden, dass sie da sei und mit ihr das private Ich. »Ich«-Kunst, frönend lediglich der eigenen selbstsüchtigen Subjektivität, kannte der nunmehr 80-Jährige für sich nicht und wird solche, das steht fest, bis ans Ende seiner Tage nicht bedienen. Die Großen - Boulez, Nono, Stockhausen - und mit ihnen die Darmstädter Schule der 50er und 60er Jahre schätze er zwar, aber er umkurvte ähnlich wie Hans Werner Henze deren Prinzipien und ging, die Errungenschaften der Schule um Arnold Schönberg frei auslegend, eigene Wege. Dazu gehörte durchaus Mut. Unrühmlich die Zeiten auch im Westen während des Kalten Kriegs, da Künstler...


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