Glückstag für Mahdi und seine Familie

Todgeglaubter afghanischer Flüchtlingsjunge wird von seinen Eltern wieder in die Arme geschlossen

  • Von Michael Evers, Hannover
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Auf der Überfahrt nach Lesbos verliert eine afghanische Flüchtlingsfamilie ihren zehnjährigen Sohn aus den Augen. Nach vergeblicher Suche und einjähriger Odyssee finden sie in Hannover wieder zueinander.

Als die afghanische Familie Rabani im Flughafen Hannover von Kameras und Reportern umringt wird, drücken die Eltern ihren Sohn Mahdi eng an sich - fast so, als fürchteten sie, dass der Zehnjährige wieder verloren gehen könnte. In der Ankunftshalle A endete am Montag eine einjährige Odyssee und ebenso lange Zeit der Trennung. Bei der Überfahrt nach Griechenland ging Mahdi Anfang 2015 verloren. Nach banger Suche glaubten seine Eltern, er sei ertrunken. Sie gelangten ohne ihn nach Niedersachsen. Ein Helfer des Deutschen Roten Kreuzes in Uelzen aber ließ nicht locker und spürte den Zehnjährigen schließlich in der Schweiz auf, wohin er sich mit einer anderen afghanischen Familie durchgeschlagen hatte.

»Ich bin sehr glücklich und freue mich, dass ich meine Eltern wiedersehen kann«, sagt Mahdi nach der Landung. Er könne es kaum erwarten, alle seine Geschwister wieder zu sehen - nur der jüngste Bruder Yussuf (8) ist mit zum Flughafen geko...

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