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Südkorea verhängt neue Sanktionen gegen Nordkorea

Seoul wirft Pjöngjang Ausspähen von Regierungstelefonen vor

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Nach den jüngsten Atomwaffentests Nordkoreas hat Südkorea neue Sanktionen gegen das Nachbarland erlassen. Die Regierung in Seoul rief ihre Bürger dazu auf, nordkoreanische Restaurants im Ausland zu boykottieren.

Seoul. Nach den jüngsten Atomwaffen- und Raketentests Nordkoreas hat Südkorea neue Sanktionen gegen das Nachbarland erlassen. Unter anderem rief die Regierung in Seoul ihre Bürger am Dienstag dazu auf, nordkoreanische Restaurants im Ausland zu boykottieren. Zudem wurden mehrere Vertreter Nordkoreas und Firmen mit Strafmaßnahmen belegt. Der südkoreanische Geheimdienst warf der Staatsführung Nordkoreas vor, die Mobiltelefone wichtiger Regierungsbeamter ausgespäht zu haben.

Mit dem Boykottaufruf will Südkorea eine der wichtigsten Devisenquellen des verfeindeten Nachbarn trockenlegen. Nach Angaben Seouls fließen aus den etwa 130 nordkoreanischen Restaurants in zwölf Ländern jährlich etwa zehn Millionen Dollar nach Pjöngjang, mit der letztlich »Massenvernichtungswaffen« finanziert würden.

Sollten die Restaurantbesucher ausbleiben, würde der Geldfluss aus dem Ausland weitgehend gestoppt, erklärte die südkoreanische Regierung. Wegen ihrer Beteiligung am nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramm wurden außerdem 40 Nordkoreaner und 30 Firmen auf die Sanktionsliste gesetzt. Darüber hinaus werden Schiffe, die zuvor in einem nordkoreanischen Hafen lagen, künftig aus südkoreanischen Gewässern verbannt.

Der südkoreanische Geheimdienst beschuldigte unterdessen die Staatsführung Nordkoreas, in den vergangenen Wochen die Mobiltelefone wichtiger Regierungsbeamter angezapft zu haben. Ende Februar und Anfang März seien aus diversen Geräten gespeicherte Telefonnummern und Textnachrichten ausgelesen worden, teilte der Dienst NIS mit.

Auch die Server eines Unternehmens, das Sicherheitssoftware für Internetbankgeschäfte anbiete, sei angegriffen worden. Offenbar habe Pjöngjang eine größer angelegte Attacke auf das Bankensystem vorbereiten wollen, hieß es.

Ein weiteres Ziel sei womöglich der Bahnverkehr gewesen. Demnach versuchten Hacker, über gefälschte E-Mails an Angestellte zweier regionaler Betreibergesellschaften an wichtige Passwörter zu gelangen.

Südkorea hatte dem Norden bereits in der Vergangenheit Cyberangriffe auf Banken, Regierungsbehörden und Armeeeinrichtungen vorgeworfen. Die USA vermuten Pjöngjang außerdem hinter einer Hackerattacke auf das US-Filmstudio Sony Pictures im Jahr 2014.

Nordkorea hatte am 6. Januar seinen vierten Atomwaffentest seit dem Jahr 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekanntgegeben. Beides verstieß gegen UN-Resolutionen.

Der UN-Sicherheitsrat verhängte daraufhin die bislang schärfsten Sanktionen gegen das Land. Angesichts eines am Montag gestarteten gemeinsamen Militärmanövers der USA und Südkoreas drohte Pjöngjang zuletzt erneut mit einem Atomschlag gegen beide Länder. AFP/nd

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