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Zustimmung zu Kürzungen

WDR-Rundfunkrat

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Der Rundfunkrat des Westdeutschen Rundfunks (WDR) hat die Änderungen des Programmschemas von Funkhaus Europa (FHE) gebilligt. Das Aufsichtsgremium stimmte am Montagabend nach einer lebhaften Debatte mit deutlicher Mehrheit für die von Hörfunkdirektorin Valerie Weber vorgelegten Pläne: 33 Mitglieder stimmten mit Ja, acht mit Nein, zwei enthielten sich. Für Diskussionen im Rundfunkrat sorgte insbesondere die Reduzierung des türkischsprachigen Angebots von acht auf zweieinhalb Stunden. Die Muttersprache gehöre zur Identität eines Menschen, sagte Tayfun Keltek, Vertreter der kommunalen Migrantenvertretungen: »Wenn man die Menschen ernst nehmen möchte, dann muss man auch ihre Sprache ernst nehmen.«

Die zurzeit zwischen 18 und 23 Uhr gesendeten einstündigen Magazine auf Türkisch, Italienisch, Russisch und Polnisch sowie das »Radio Forum« für Südosteuropa (Bosnisch, Serbisch, Kroatisch) werden am 1. Juli auf eine Länge von 30 Minuten gekürzt, ab 18 Uhr zeitgleich zuerst online und ab 20 Uhr im linearen Programm verbreitet. Die bislang ein Mal wöchentlich ausgestrahlte Sendung auf Arabisch soll mit Blick auf die wachsende Zahl der Flüchtlinge täglich gesendet werden.

Die Kürzung der muttersprachlichen Sendungen hatten zuletzt auch die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union (dju) in ver.di, Die Linkspartei in NRW und das Netzwerk »Neue deutsche Medienmacher« kritisiert. Die Programmreform hat auch wirtschaftliche Gründen. Der WDR muss zurzeit in allen Abteilungen Budgets kürzen. Funkhaus Europa muss nach Angaben Webers in zwei Jahren 900.000 Euro sparen, das seien 15 Prozent des Gesamt-Etats der Welle. epd/nd

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