Harald Neuber 09.03.2016 / Politik

Yasuní sorgt für Konfliktstoff

Bundestagsdelegation sagt Ecuador-Besuch wegen verweigertem Zugang zum Biosphärenreservat erneut ab

Zum zweiten Mal binnen eineinhalb Jahren ist eine Reise des Umweltausschusses des Bundestags nach Ecuador gescheitert. Streitpunkt ist wieder einmal die Frage der Ölförderung in Yasuní.

Dieselbe Geschichte wie 2014: Erneut wird ein Besuch Ecuadors von einer Parlamentarierdelegation des deutschen Bundestags kurzfristig abgesagt. Wie »nd« aus Teilnehmerkreisen erfuhr, liegt das an Differenzen um einen Aufenthalt im Nationalpark Yasuní. Grund ist ein Streit um Erdölförderung in diesem Naturschutzgebiet.

Die deutsche Parlamentarierdelegation unter Leitung der Grünen-Bundestagsabgeordneten Bärbel Höhn wollte sich im Yasuní-Gebiet vor allem mit Kritikern der Regierung von Präsident Rafael Correa treffen. Dieses Ansinnen hatte bereits im Dezember 2014 zur Absage einer Ecuadorreise des Ausschusses geführt und erhebliche bilaterale Probleme verursacht. Hintergrund ist eine in Ecuador heftig ausgetragene innenpolitische Debatte um Erdölförderung in dem Naturschutzgebiet.

Das Thema betrifft durchaus auch Deutschland. Vor einigen Jahren hatte die Regierung Correa den Industriestaaten den Vorschlag unterbreitet, das Erdö...

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