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Wohnraum wird knapp in deutschen Städten

Stuttgart. Wohnraum in Ballungszentren wird einer Studie zufolge auf lange Sicht deutlich knapper. In zehn großen Städten und Regionen könnten bis 2030 knapp eine Million Wohnungen fehlen, heißt es in einer Analyse des Versicherungskonzerns Allianz und der Forschungsgesellschaft Prognos. Grund: Viele Zuwanderer ließen sich in diesen Regionen nieder, zudem setze sich der Trend zu Singlewohnungen fort und die Binnenwanderung nehme zu, also die Zahl der Umzüge in Deutschland. Betroffen seien etwa München, Berlin, Rhein-Main, Stuttgart, Hamburg und Köln. Das Wohnungsangebot in diesen Regionen entwickele sich zu langsam, merkte der Studienautor Tobias Koch an. Gleichwohl werde sich laut Studie der Wohnungsmarkt bundesweit sehr unterschiedlich entwickeln: In strukturschwachen Regionen vor allem in Ostdeutschland werde die Zahl der Haushalte mitunter stark zurückgehen, so Koch. Negativ-Spitzenreiter sei hier die Region Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg mit minus 24 Prozent Haushalten bis 2045. Deutschlands Bevölkerung sehen die Autoren aber insgesamt am Wachsen. 2045 dürften hierzulande wohl rund 85 Millionen Menschen leben. dpa/nd

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