Versunken im flüchtlingspolitischen Morast

Nach dem EU-Türkei-Gipfel warten die Flüchtlinge in Idomeni vergeblich darauf, weiterreisen zu können

  • Von Johannes Spohr, Idomeni
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sie trotzen Unwetter, Schlamm und Staub. Die Geflüchteten an der Grenze zu Mazedonien hoffen immer noch auf ein Weiterkommen auf der Balkanroute.

Symbolträchtiger hätte das Wetter an der griechisch-mazedonischen Grenze nicht sein können: Über die zu Tausenden gestrandeten Flüchtlinge in Idomeni brach am Montag sintflutartiger Regen herein. Während die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten und der Türkei in Brüssel verhandelten, durchweichten Wassermassen die Zeltlager auf Wiesen und Feldern. Und bereits für diesen Mittwoch sind weitere Schauer angekündigt.

Die Witterung macht das Leben am Grenzzaun noch prekärer. Dennoch entsteht dort gleichzeitig eine stadtähnliche Struktur mit »Vierteln«, Treffpunkten, Märkten, Verwaltungen sowie Ausgaben für Essen und Kleidung. Die hygienische und gesundheitliche Lage bleibt jedoch katastrophal. Die Versorgung mit warmen Mahlzeiten wird vor allem von unabhängigen Basisstrukturen geleistet. Aid Delivery Mission kocht täglich für rund 8000 Menschen Essen und ist dafür dringend auf Spenden angewiesen. Viele Anwohner unterstütze...


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