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150 Terroristen

Roland Etzel zum US-Luftangriff in Somalia

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150 Personen, sie haben sie einfach so abgeschossen. Aus Drohnen und bemannten Flugzeugen, mit »Präzisionsbomben und Raketen«. Stolz schwang in der Stimme mit, als ein Pentagonsprecher die Nachricht verkündete, dass es der US-Luftwaffe gelungen sei, mitten in Somalia, 200 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, die genannte Zahl an »Islamisten« zu töten.

Rechtfertigungen für kriegerische Aktivitäten auf fremdem Territorium halten die USA nicht für nötig. Ein UNO-Mandat? Diplomatenkram von gestern. Man erklärt die Angegriffenen einfach zu Dschihadisten, Extremisten, Islamisten, Terroristen, Feinden Amerikas oder dergleichen. Für solche Leute gibt es eine Blankolizenz zum Killen, der Einfachheit halber selbst ausgestellt. Fragt man da noch, wie die da unten am Boden als Bösewichter identifiziert werden konnten? Die Verbündeten jedenfalls tun es nicht.

Besonders seit im Weißen Haus ein Friedensnobelpreisträger regiert, flutscht die Anti-Terror-Guillotine wie geschmiert. »I have a dream« rief einst Martin Luther King. »I have a drone« sagt heute der sich so gern auf King berufende Obama. Denn die Drohne arbeitet so perfekt, unerkannt und ohne eigene Verluste. Und so kämpfen sie täglich gegen den Terror, »unsere amerikanischen Freunde« - und schaffen so für dessen Weiterexistenz immer neue Gründe, am Montag waren es 150.

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