Ullrich Kroemer 12.03.2016 / Sport

RasenBallsport?: »Eine offene Provokation!«

Folge 89 der nd-Serie Ostkurve: Interview mit dem Lizenzexperten Christian Müller aus dem Buch »RB Leipzig - Aufstieg ohne Grenzen«

Sieben Jahre nach der Gründung von RasenBallsport Leipzig erschien am 9. März 2016 das erste journalistisch aufbereitete Buch über den Fußballklub. In »RB Leipzig – Aufstieg ohne Grenzen« beschreibt »nd«-Autor Ullrich Kroemer die Entwicklung des polarisierenden Vereins. Dazu gehört das Interview mit dem Experten Christian Müller, der als ehemaliger Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga und von Dynamo Dresden den Lizenzierungsprozess von beiden Seiten sehr genau kennt.

Herr Müller, Sie sprechen in Zusammenhang mit der Lizenzierung von RB Leipzig von einem Dammbruch. Warum?
Auch vor der Gründung von RB Leipzig gab es bereits Klubs, die die Namensgebung und die 50+1-Regel aufs Äußerste strapaziert haben. Es gibt bekanntlich einen Unterschied zwischen den Buchstaben, also dem Wortlaut eines Gesetzes, und seinem Geist, der den tieferen Sinn dahinter, die Zielrichtung beschreibt. Die Verantwortlichen der TSG Hoffenheim etwa haben sich getreu dem Wortlaut an die Satzungsbestimmungen von DFB und Ligaverband gehalten. Andernfalls wären wir nicht zu dem Ergebnis gekommen, dass die rechtlichen Kriterien laut Lizenzierungsordnung erfüllt sind und wir überhaupt die Lizenz erteilen können. Ob der Geist der Regel damit beachtet war, steht auf einem anderen Blatt, Zweifel sind durchaus angebracht. Doch immerhin formal hat sich Hoffenheim innerhalb des Regelwerks bewegt, es akzeptiert und sein Konstrukt darum herum aufgebaut. Es war unstrittig, dass 50+1 - was bedeutet, dass Kapitalgesellschaften des Fußballs von ihren Stammvereinen beherrscht werden - trotz aller Schwächen für den deutschen Fußball weiterhin galt und auch Gewicht hatte.

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