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Sklaven im Zeichen des Kranich

Die Lufthansa ist um ein gutes Image bemüht - doch ihrer Geschichte stellt sie sich nur höchst zögerlich

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Am 14. März erscheint ein Buch zur Lufthansa-Geschichte. Dessen Inhalt entspricht nicht dem, was das Unternehmen über sich lesen will.

Montagmorgen in Frankfurt am Main. Konzernchef Carsten Spohr tritt vor die Presse, hält ein Buch in Kameras. »Adler und Kranich«, heißt es. Autor Dr. Lutz Budrass, Historiker an der Ruhr-Universität Bochum, hat darin umfassend die Geschichte der Deutschen Lufthansa von 1926 bis 1955 dargestellt. Der Lufthansa-Chef gratuliert und sagt: »Mehr Ehrlichkeit geht nicht!«

Das Buch erscheint tatsächlich an diesem Montag, doch die geschilderte Szene ist Fiktion. Die Lufthansa hatte Budrass mit Recherchen beauftragt. Er sollte herausfinden, in welchem Ausmaß das Unternehmen in der Zeit des Nationalsozialismus Zwangsarbeiter beschäftigte. Zum 75-jährigen Jubiläum des Konzerns vor 15 Jahren wollte man die Studie erscheinen lassen. Doch letztlich entschied sich der Konzern dagegen. Budrass bringt das Buch jetzt selbst heraus.

Überhaupt, was heißt 75-jähriges Jubiläum? Der Konzern wurde offiziell 1955 gegründet. Mit der Zeit davor will er nichts zu tu...


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