Pharma-Profite dank Planwirtschaft

Studie zur Arzneimittelforschung von Westfirmen in der DDR: Methodik und Standards entsprachen gängiger Praxis

Rund 900 Medikamententests ließen Westfirmen seit 1961 in der DDR durchführen. Nachweisbar sind bisher Aufträge von 75 Herstellern aus 16 Ländern. Und: Alle Beteiligten zogen Vorteile aus diesem Handel.

Westliche Pharmahersteller ließen in der DDR bekanntlich Medikamente testen, darunter Herz- und Kreislaufmittel, Krebsmedikamente und Psychopharmaka. Offen war bisher, in welchem Umfang dies geschah und ob dabei wissenschaftliche wie ethische Standards eingehalten wurden. Genauere Antworten gibt jetzt der Abschlussbericht eines Forschungsprojektes des Instituts für Medizingeschichte der Charité, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Finanziert wurde es von der Bundesregierung, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, von Ärztekammern und Pharmaverbänden.

Gefunden wurden 900 Hinweise auf Studien und klinische Tests zwischen 1961 und 1990. Ab 1982 fanden davon 321 Auftragsstudien im Rahmen des »Immateriellen Exports« statt, die auf der DDR-Seite durch ein Beratungsbüro in Ostberlin koordiniert wurden. Kunden waren neben westdeutschen Pharmafirmen Unternehmen aus der Schweiz, Frankreich, Großbritannien und den USA...

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