Petrys Pressefreiheit

Über den zweifelhaften Umgang der AfD-Vorsitzenden mit Journalisten und den Fall Dunja Hayali

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Frauke Petry gilt nicht erst seit kurzem als Politikerin, deren Umgang mit Journalisten noch maßgeblicher als bei anderen prominenten Parteigängern davon abhängt, ob Medienvertreter auf AfD-Parteilinie berichten. Schreibt irgendwo im Lande ein Journalist über den »kriminellen Ausländer«, kann er sich des Wohlwollens aus dem rechten Lager gewiss sein. Den Titel »Lügen-« oder die in Petrys Sprachgebrauch eher geläufige Bezeichnung »Pinocchiopresse« verdient sich, wer die AfD in Verbindung mit wachsendem Rassismus nennt.

Wie Petry das Spiel mit den Journalisten beherrscht, zeigte sich in dieser Woche bei zwei Terminen: Nach dem politischen Erdbeben bei den Landtagswahlen vom Wochenende lud die AfD am Montag in die Bundespressekonferenz. Nach der Wahlparty in einem eher unterklassigen Hotel am Rande der Hauptstadt wollten die Rechtspopulisten dort das klare Signal aussenden, dass ihnen der Platz im Epizentrum ...

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