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Staatsoper dürfte noch teurer werden

Die Berliner Piraten-Fraktion befürchtet weiter steigende Kosten bei der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden. »Offizielle Linie des Senats ist weiterhin, dass es beim Eröffnungstermin im Herbst 2017 bleibt und dass sich die Kosten von 400 Millionen Euro nicht erhöhen werden«, teilte die Piratenfraktion am Donnerstag mit. Im Etat gebe es aber einen Posten für Unvorhergesehenes, der bereits zu zwei Dritteln verplant sei. Das gehe aus einer bisher unveröffentlichten Antwort von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher auf eine Schriftliche Anfrage der Fraktion hervor, hieß es. Demnach sollen 14,8 von etwa 21,23 Millionen Euro verplant sein. »Es ist schwer vorstellbar, dass in den knapp anderthalb Jahren verbleibender Bauzeit keine weiteren ›unvorhergesehenen Ereignisse‹ auftreten werden«, kritisierte Wolfram Prieß, der Sprecher der Piratenfraktion im Untersuchungsausschuss.

Die Staatsoper am Boulevard Unter den Linden wird seit vielen Jahren saniert, die Kosten sind von etwa 239 Millionen Euro auf geschätzt 400 Millionen Euro gestiegen. Derzeit soll ein Untersuchungsausschuss im Abgeordnetenhaus klären, wie es dazu gekommen ist. Das Gremium, das im vergangenen Jahr eingesetzt wurde, war allerdings zeitlich nur auf ein Jahr beschränkt. Derzeit arbeiten die Obleute der Fraktionen und ihre Mitarbeiter an dem Abschlussbericht, der für Juni erwartet wird. dpa/nd

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