Ägypten will den Schleier lüften

Parlament plant Verbot der Gesichtsbedeckung zur Schwächung des Fundamentalismus / Frauenrechtler kritisieren Vorhaben als unwichtig

  • Von Jacob Wirtschafter, Kairo
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ägypten will die Verschleierung von Frauen verbieten. Die Regierung setzt auf einen moderaten Islam. Aus der Sicht von Feministinnen gibt es aber wichtigere Probleme, die gelöst werden müssen.

Der Gesichtsschleier Niqab soll in Ägypten bald der Vergangenheit angehören. Zumindest wenn es nach einem Gesetzesentwurf des Parlamentes geht. Dieser würde Frauen das Tragen des Schleiers in Regierungsgebäuden, öffentlichen Transportsystemen und vom Staat unterstützten Krankenhäusern verbieten.

»Der Niqab ist im Islam keine Verpflichtung«, sagte Amna Nuseir von der im Parlament dominierenden Koalition »Support Egypt«. Die muslimische Theologieprofessorin steht dem Komitee für Bildung und Wissenschaft vor. Der Koran würde lediglich zurückhaltende Kleidung und das Bedecken der Haare fordern. Im Gegensatz zu Saudi-Arabien ist der Niqab in Ägypten nur wenig verbreitet. Dennoch solle der moderate Islam gestärkt werden, so Nuseir. Das Verbot diene daher dem Kampf gegen den religiösen Fundamentalismus, der in Ägypten von einer starken Minderheit ausgelebt wird.

Der neue Gesetzesentwurf reiht sich in andere ähnliche Maßnahmen ein, welche von de...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 516 Wörter (3487 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.