Werbung

Leser laufen um den Straussee

Frühjahrswanderung startet am 17. April von 8 bis 11 Uhr am S-Bahnhof Strausberg-Stadt

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 3 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

15 und 9 Kilometer lang sind die nd-Wanderstrecken vom S-Bahnhof Strausberg-Stadt zum Alten Gutshof an der Prötzeler Chaussee.

Wanderleiter Gerhard Wagner musste sich die lange Strecke der nd-Leserwanderung noch einmal anschauen. An einer Stelle war er sich bis dahin unsicher, wie er den Weg am günstigsten legt. Aber warum sollte der Wanderleiter am vergangenen Sonntag allein laufen. Er hatte sich überlegt, Bekannte mitzunehmen, die gern mit ihm laufen.

Wanderschnecken nennt sich diese Freizeitgruppe, weil sie gewöhnlich nicht so schnell unterwegs ist, wie Sportwanderer das tun. Aber von wegen Schneckentempo. Einer der zwölf Leute hat wegen eines Zugausfalls den Anschluss aus Berlin verpasst und trifft deswegen 20 Minuten später am S-Bahnhof Strausberg-Stadt ein. Sie sollen nicht warten, er werde sie einholen, hat er per Mobiltelefon an Wanderleiter Wagner durchgegeben. Die Gruppe ist noch nicht an der Südspitze des Straussees angelangt, da hört Wagner ein Schnaufen in seinem Rücken. Der Nachzügler hat schon aufgeschlossen.

Weiter geht es auf dem gelb markierten Uferwanderweg, bis zur Anlegestelle der Fähre jenseits des Sees und noch ein Stück weiter. Dann biegt die gut gelaunte Gruppe links ab Richtung Fängersee. 15 Kilometer sind es insgesamt bis zum Ziel, dem Alten Gutshof an der Prötzeler Chaussee 7, unweit des S-Bahnhofs Strausberg-Nord.

Doch ich laufe die Schleife zum Fängersee nicht mit, sondern bleibe allein auf dem Uferwanderweg. Zwar scheint die Sonne, aber es sind nur vier Grad Celsius und ich habe meine Handschuhe vergessen und auch keine lange Unterhose an. Sobald ich nur kurz stehen bleibe, fange ich an zu frieren. Da reichen mir die neun Kilometer der kurzen Strecke. Ab und zu kommt mir ein Radfahrer oder ein Spaziergänger mit Hund entgegen. Viele lassen ihre Tiere frei laufen, obwohl Hunde hier offiziell grundsätzlich an der Leine zu führen sind, wie Hinweisschilder verraten. Der Blick auf den See ist herrlich. Am Wegesrand sind einige Informationstafeln aufgestellt. Sie zeigen historische Ansichten der jeweiligen Szenerie. Von einem alten Wasserturm am Ufer gegenüber ist heute über den Baumwipfeln nur noch die Spitze zu sehen.

In der Nähe der Nordspitze des Straussees überquere ich die Straße und biege ein in ein kleines Waldstück, das sich bald öffnet und den Blick freigibt auf Wiesen und einen alten Torfstich, der mit Wasser vollgelaufen ist. Nach ein paar Minuten erreiche ich den Kinderbauernhof »Roter Hof«, schaue mir dort Schafe, Pferde, Meerschweinchen und Geflügel an und erschrecke beim plötzlichen Gezeter eines Ziervogels. Nicht ganz so überraschend kommt das Gequengel eines Kleinkindes auf dem Spielplatz. Gerade noch ist der Knirps vergnügt auf dem Hosenboden gerutscht, nun stört ihn irgendetwas. Seine Mama versucht vergeblich herauszufinden, was er denn nun hat.

Nach etwa zweieinhalb Stunden bin ich am Bahnhof Strausberg-Nord und nehme die nächste S-Bahn nach Berlin. Den Abstecher zum Ziel der nd-Wanderung spare ich mir. Den Alten Gutshof kenne ich schon - als Veranstaltungsort der Friedensfeste der Linkspartei Märkisch-Oderland.

Am 17. April ist die An- und Abreise zur nd-Leserwanderung nicht ganz so unkompliziert, denn seit dem 18. März und bis zum 29. April gibt es wegen Gleisbauarbeiten Schienenersatzverkehr zwischen den S-Bahnhöfen Fredersdorf und Hoppegarten. Die Busse fahren von Fredersdorf fünf Stationen über Neuenhagen nach Hoppegarten. Das verlängert die Reisezeit von Berlin-Ostkreuz nach Strausberg-Stadt um 20 auf 65 Minuten. Es gibt aber alternativ die Regionalbahn 26 nach Kostrzyn, die ab 7.37 Uhr stündlich in Berlin-Lichtenberg abfährt und den Bahnhof Strausberg um 7.55 Uhr erreicht, wo vier Minuten später Anschluss an die S-Bahn zum zwei Stationen entfernten Haltepunkt Strausberg-Stadt besteht.

Während der Gleisbauarbeiten fahren auch noch zusätzliche Regionalzüge zwischen Berlin-Lichtenberg und Strausberg, allerdings leider nur montags bis freitags, also nicht am Sonntag der nd-Frühjahrswanderung.

Da der Start Strausberg-Stadt und das Ziel Alter Gutshof nur eine S-Bahn-Station auseinander liegen, gibt es auch die Möglichkeit, mit dem Auto anzureisen, es am Start oder am Ziel abzustellen und nur eine Station mit der S-Bahn zu fahren.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen