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Christoph Ruf 22.03.2016 / Sonntagsschuss

Zu banal, um Mitleid zu erregen

Max Kruse hat beim VfL Wolfsburg einen Vertrag, der einem in juristische Form gegossenen Geldregen gleicht. Und macht manchmal einfach Quatsch.

Auch ein ausgewachsener Mensch, der so lange von Imageberatern umgeben ist, wie er gegen einen Ball treten kann, kann im Inneren ein Kind geblieben sein. Dann vergisst er Geldbündel in Taxis und klaut anderen Menschen ihr Telefon.

Es ist schon bizarr, auf welche Schlüsselreize das Mitleid reagiert. Kleine Kinder, die durch Regen und Matsch stolpern wie in Idomeni ruft es – sofern man kein AfD-Wähler ist – genauso zuverlässig hervor wie der Anblick eines Prominenten, der mit seiner Lebensgefährtin essen geht und gestört wird, weil irgendein aufdringlicher Kasper nun unbedingt ein Selfie oder ein Autogramm braucht. »Der Arme«, wispert es dann am Nachbartisch der Wohlerzogenen. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, zumal Menschen, die nicht im Banalen empathisch reagieren das wohl auch nicht können, wenn Mitleid die Qualität wäre, die den Menschen von anderen Lebensformen unterscheidet.

Und dennoch zeigt sich dieser Tage mal wieder, warum man selbst als Mensch, der noch nie begriffen hat, was so toll daran sein soll, sich in gekünstelter Umarmung mit einem C-Promi ablichten zu lassen, selbst über sich schmunzeln muss, wenn man die banalen Schicksale der hochbez...

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Über diesen Blog

Sonntagsschuss

Spiele, die 90 Minuten dauern. Und die doch 0:0 enden. Spieler, die zehn Minuten reden. Und die dennoch nichts sagen. Na klar, all das gehört zum Fußball. Und doch passiert jedes Wochenende auf und neben dem Platz vieles, das nachklingt, ohne Widerhall zu finden. Ein Skandal erster Güte, dem wir mit dem „Sonntagsschuss" begegnen wollen. Mal frech, mal nachdenklich, mal witzig. Und wenn wir treffen: dann voll in den Winkel.
 

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  • Christoph Ruf

    Christoph Ruf, 41, lebt als frei(willlig)er Journalist im sonnigen Südwesten, wo er Bücher und Zeitungstexte über Fußball, Fans und Neonazismus schreibt. Für das nd besonders gerne..

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