Liegt Guantanamo in Florida?

Kuba, die Menschenrechte und die Medien

  • Von Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Kritik an der Kuba-Berichterstattung trifft nicht den US-Präsidenten, der in bekannter Propagandaroutine die Interessen seines Landes vertritt – sondern einige Medien, die diese Propaganda einfach übernehmen.

Wenn neutrale Institutionen wie die UNO die fehlende Pressefreiheit und den brutalen Umgang mit Opposition in Kuba kritisieren, so verbietet sich eine Relativierung jener Vorwürfe durch Verweise auf die Defizite anderer Länder. Lächerlich wird es aber, wenn mit den USA der aktuell und global wohl gravierendste Verletzer der Menschenrechte selber mit dem moralischen Finger auf die Insel zeigt - denn das karibische Eiland ist nicht nur Schauplatz schlimmer US-Verbrechen (Guantanamo), sondern wurde auch selber deren Opfer - etwa durch ein unmenschliches Sanktionsregime, Sabotageakte, Einmischung und eine versuchte Invasion der CIA in Kooperation mit dem US-amerikanischen Organisierten Verbrechen.

Die »Thüringer Allgemeine« sieht in Sachen Menschenrechte Kubas »hässliche Fratze«, laut »Südwestpresse« »belohnen« die USA Kuba nun für »die Einschränkung der Bürger- und Menschenrechte«, Medien vom »WDR« über »Reuters...


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