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Giftschlamm bis unters Kinn

Allein in Niedersachsen gibt es 500 Flächen, wo gefährliche Bohrabfälle vermutet werden

  • Von Yuriko Wahl-Immel, Hürth
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Beim Bohren nach Öl und Gas fallen große Mengen belasteter Schlämme an. Hunderte Deponien für diese Sonderabfälle müssen wohl saniert werden. Fracking könnte Problem noch verschärfen.

Umweltskandal, Sondermüll-Tourismus sagen die einen. Geordnete Sanierung gefährlicher Abfälle meinen die anderen. Es geht um Hunderttausende Tonnen Schlamm, die deutschlandweit beim Bohren nach Erdgas und Erdöl anfallen, vor allem in Niedersachsen. Mit bergrechtlicher Genehmigung legte die Industrie für diese belasteten Abfälle über Jahrzehnte hinweg Schlammdeponien an. »Weil sich in der Folgezeit aber Belastungen des Grundwassers und des Bodens ergaben, werden diese zentralen Bohrschlammdeponien sukzessive saniert«, erklärt nun das Bundesumweltministerium. Da Niedersachsen keine eigene Deponien für diese gefährlichen Abfälle hat, landet vieles in anderen Bundesländern, vor allem in Nordrhein-Westfalen.

Was ist drin in den Schlämmen? »Alles, was in den Lagerstätten vorkommt, wird mit nach oben geholt«, sagt Dirk Jansen von der Umweltorganisation BUND. Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Arsen, radioaktive Substanzen, krebserregende PAK...


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