Werbung

MEK-Einsatz ohne Absprache

Hamburgs Polizei ignoriert Kollegen im Nordosten

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Schwerin. Der umstrittene Einsatz eines Mobilen Einsatzkommandos der Hamburger Polizei in Lutheran bei Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) mit einem Schwerverletzten ist ohne Absprache mit den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern erfolgt. Das geht aus der Antwort der SPD/CDU-Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der LINKEN im Schweriner Landtag hervor.

Zuvor hatte der »Nordkurier« darüber berichtet. Danach hatte die Hamburger Polizei bei ihrer Suche nach einem verurteilten Straftäter, der seine Haftstrafe nicht angetreten hatte, zunächst ein Amtshilfeersuchen an die Behörden im Nordosten gestellt. Die Landespolizei wurde demnach am 10. Februar gebeten, den Mann in Plau am See festzunehmen. Ein Spezialeinsatzkommando überwältigte daraufhin drei Bauarbeiter auf einer Baustelle, in deren Nähe der Wagen des Gesuchten stand. Der Mann war aber nicht dabei.

Zwei Tage später rückte dann ein Mobiles Einsatzkommando aus Hamburg an. In Lutheran stoppten die Beamten den Wagen des Gesuchten, in dem aber zwei andere Männer saßen. In der Annahme, dass der Fahrer flüchten wollte, schoss ein Beamter und verletzte den Mann schwer. Er verlor ein Auge.

Der Innenexperte der LINKEN, Peter Ritter, sagte dem »Nordkurier«, das Vorgehen spreche nicht gerade für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der Polizei aus den einzelnen Bundesländern. »Spätestens seit dem NSU-Terror müsste man aber wissen, wie wichtig das ist.« Das Innenministerium in Schwerin wollte sich nicht weiter äußern. Der Gesuchte hat sich inzwischen gestellt und seine Haft angetreten. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!