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Todesurteile in Malaysia und Japan vollstreckt

Proteste von Amnesty International / Regierung in Kuala Lumpur debattiert derzeit über Abschaffung der Todesstrafe

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Berlin. Malaysia hat am Freitag nach Angaben von Amnesty International drei Gefangene hingerichtet. Dies sei besonders schockierend, da die Regierung in Kuala Lumpur derzeit über eine Abschaffung der Todesstrafe diskutiere, teilte die Menschenrechtsorganisation am Freitag mit. Internationale Aktivisten und das UN-Menschenrechtskommissariat hatten sich in dieser Woche gegen die geplante Hinrichtung des verurteilten Mörders Gunasegar Pitchaymuthu gestemmt. Doch trotz des Protests sei dieser nun zusammen mit zwei Brüdern gehängt worden, erklärte Amnesty. Eine unabhängige Bestätigung hierfür gab es nicht.

Nach Behördenangaben aus dem Jahr 2011 wurden in Malaysia seit 1960 fast 450 Menschen hingerichtet. Hunderte Verurteilte sitzen in dem muslimischen Land in den Todestrakten, die meisten von ihnen wegen Drogendelikten. In den vergangenen Jahren wurden Todesurteile nach Angaben von Aktivisten nur noch selten vollstreckt.

Auch in Japan sind erneut zwei Todesurteile vollstreckt worden. Das berichteten japanische Medien am Freitag unter Berufung auf informierte Quellen. Japan, die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt, gehört zu den wenigen Industrieländern, die weiter an der Todesstrafe festhalten. Menschenrechtsaktivisten prangern schon seit Jahren den Umgang mit der Todesstrafe sowie die Haftbedingungen in Japan an. Als besonders grausam kritisieren Menschenrechtler sowie ausländische Regierungen, dass den Todeskandidaten in Japan der Zeitpunkt ihrer Hinrichtung durch Erhängen nicht mitgeteilt wird. Die zum Tode Verurteilten leben oft jahrelang in Einzelhaft. Agenturen/nd

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