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Ein leerer Magen lernt nicht gern

Entwicklungshelferin Simone Knapp über die teilweise überraschenden Effekte eines Grundeinkommensversuchs in Namibia

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im Januar 2008 startete im namibischen Dorf Otjivero das Pilotprojekt zum Basic Income Grant (BIG), also einem Bedingungslosen Grundeinkommen. Die BIG-Koalition, getragen von Kirchen und Hilfsorganisationen, zahlte pro Monat 100 namibische Dollar, also knapp acht Euro, an jeden Dorfbewohner aus. Kann man mit so wenig Geld tatsächlich Armut bekämpfen?
Natürlich können sie mit diesem geringen Betrag die Armut nicht ausmerzen, aber zumindest die ganz schwere Armut verhindern.

»Ganz schwer« heißt, dort wurde auch gehungert?
Ja. Die Unterernährung bei den Kindern unter fünf war dramatisch hoch. Wer in diesem Alter hungert, den begleiten die Folgen sein Leben lang.

Und der Hunger verschwand nach Einführung des BIG?
Ja. Das belegt der Bericht, der ein Jahr nach Einführung erstellt wurde. Es war erstaunlich, was die Leute mit dem Geld gemacht haben. Einige gaben es für Nahrungsmittel aus und hatten so zum ersten Mal in ihrem Leben...



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