Werbung

Frühling - wo ist dein blaues Band?

Die Gartenkolumne

Ja, es ist Frühling. Jedoch waren die sonnig-warmen Tage gezählt. Abgesehen von dem »Oster-Ausrutscher« hatte der Monat März in diesem Jahr wahrlich wenig Jahreszeitliches zu bieten.

Nun, nach den jüngsten milderen Tagen wechselt es im Garten vom Grau ins frühlingshaft Bunte. Aber in den letzten Jahren standen zu dieser Zeit Krokus, Tulpe und Co. schon wesentlich dominanter in den Beeten. Dass die Maibeere schon kräftig Blätter geschoben hat, liegt wohl in der Natur der Pflanze. Sie kann ob ihrer Härte eben auf ihre sibirische Herkunft vertrauen.

Die Obstbäume kommen langsam in die Gänge, lassen sich alles in allem aber doch noch Zeit. Die Knospen von Kirsche und Apfel sind um einiges von jener Wachstumsphase entfernt, die sie letztes Jahr Ende März, Anfang April zeigten. Aber meist holen sie dann rasend schnell den Rückstand wieder auf. Und ohne Bienen und Hummeln nutzt die üppigste Blüte auch nichts.

Warmarbeiten heißt die Devise, »Objekte« dafür gibt es reichlich. Die trockenen Stauden werden weggeschnitten. Mit Bedacht und Vorsicht. Beim Riesenchinaschilf etwa sollte man nicht zu tief ansetzen. Hier grünen unten schon die ersten neuen Triebe. Vorsicht auch bei Johanniswedel und Bauernpfingstrose - sie haben dicke rote Triebe geschoben.

Beete, auf im Herbst Gründünger stand, lassen sich besonders gut bearbeiten. Harkt man das Vertrocknete ab, ist unser Boden darunter schön krümelig, ein kräftiges Auflockern reicht für die Bepflanzung schon aus. Wir wollen hier Kartoffeln pflanzen. Werden die Furchen angelegt und Kompost eingearbeitet, wird eh alles noch einmal gewendet.

Wer es im Herbst versäumte und in den kalten Wochen noch nicht getan hat - es ist allerhöchste Zeit für die letzten Schnitte an den Bäumen. Und nicht vergessen: für einige Hände voller Hornspäne sind sie immer dankbar.

Wenn nebenstehend vor den gierigen Schnecken gewarnt wird, gesehen habe ich bis jetzt noch keine. Also, weiter schön wachsam bleiben.

Übrigens: Wir hatten noch einmal Meisenknödel ausgehängt und die Futterhäuschen aufgefüllt. So viel Nahrung gibt es für die kleinen Flatterlinge doch noch nicht, so dass sie über dies Angebot dankbar sind. Kaum aufgehangen und aufgefüllt - schon zwitscherte der erste Besuch da. Nun denn, auf gute Nachbarschaft.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln