Ein Klassenunterschied schon beim Training

Während der deutsche Eiskunstlaufmeister Franz Streubel das Finale verpasst, läuft Olympiasieger Yuzuru Hanyu in einer eigenen Klasse

  • Von Britta Körber, Boston
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Gehandicapt von einer Leistenzerrung verpasst der deutsche Meister Franz Streubel beim WM-Debüt das Finale. Olympiasieger Yuzuru Hanyu reißt indes die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hin.

Franz Streubel schlug nach dem verkorksten Kurzprogramm bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammen. Die Erklärungsversuche des an der Leiste verletzten deutschen Meisters in den Katakomben des TD Gardens von Boston klangen zwar plausibel, ändern aber nichts an der tristen bedenklichen Situation im deutschen Männerbereich. »Es ist unglücklich, dass mir das passiert ist, weil ich der einzige deutsche Läufer bei der Weltmeisterschaft bin«, meinte der gebürtige Berliner, nachdem er mit nur 57,19 Punkten auf Platz 28 das Finale der besten 24 Läufer deutlich verpasst hatte.

Mit Schmerztabletten und Akupunkturnadeln im Ohr war die Verletzung nicht zu spüren. Die mentale Sperre aber blieb. Beim vierfachen Toeloop und dem dreifachen Axel landete der für Oberstdorf startende Läufer vor 10 000 Zuschauern krachend auf dem Eis.

Schon bei den Europameisterschaften Ende Januar in Bratislava hatte er als 14. se...


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