Spötter und andere Götter

Gibt es einen interkulturellen Humor?

  • Von Wolfgang Schmidbauer
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Gemessen am Wüten gegen die Mohammed-Karikaturen wirkt Präsident Erdogans Reaktion harmlos. Aber in der einhelligen und eintönigen Siegessicherheit der deutschen Medien gegenüber dem türkischen Präsidenten steckt vielleicht doch klammheimlicher Dünkel.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Als der türkische Präsident Erdogan sich über eine deutsche Satire bei der Regierung der Bundesrepublik beschwerte, hagelte es neuen Spott. Die einen ließen Erdogan als beleidigte Leberwurst dastehen, andere als Deppen, der keine Ahnung von der Ohnmacht einer deutschen Regierung gegenüber der Pressefreiheit hat, auf der er doch in seinem Land herumtrampelt.

Nachdenklich hätten die Äußerungen von Bürgern der Türkei stimmen können, die den Spott über ihren Präsidenten selbst dann nicht witzig fanden, wenn sie politisch gegen ihn waren. Diese unerwartete Reaktion gibt Anlass zur Frage, ob es etwas wie interkulturellen Humor gibt? Oder ob wir uns ganz im Gegenteil an die schöne Definition der Poesie durch den amerikanischen Dichter Robert Frost erinnern müssen: Sie ist das, was verloren geht, wenn man sie übersetzt. - Könnte das auch für den Humor gelten?

Ein Konzept wie...

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