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Schranken gegen Steuerflucht von Konzernen

US-Finanzministerium erschwert mit neuen Regeln die Verlagerung von Firmensitzen im Zuge von Fusionen

  • Von John Dyer, Boston
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das US-Finanzministerium hat wichtige Schlupflöcher im Unternehmenssteuerrecht geschlossen. Firmensitze können nicht mehr so einfach verlagert werden.

Das hatten sich der Viagra-Hersteller Pfizer aus New York und der für sein Anti-Falten-Mittel Botox bekannte Konzern Allergan aus Dublin so schön ausgedacht: Die Konzerne fusionieren zum weltgrößten Pharmariesen und siedeln ihren gemeinsamen Sitz in Irland an, wo Unternehmen äußerst niedrig besteuert werden.

Nun aber hat die Regierung in Washington den 160 Milliarden Dollar schweren Fusionsplänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. »Wir wollen Steuerverlagerung und die Möglichkeiten für Firmen weiter beschränken, durch die Zinsschranken Steuern zu vermeiden«, sagte Finanzminister Jacob Lew Anfang der Woche bei der Vorstellung der neuen Regeln. Sie sollen es erschweren, dass US-Unternehmen wie Pfizer bei einer Fusion mit einer ausländischen Firma ihren Sitz in ein Niedrigsteuerland verlagern, auch wenn sie das operative Geschäft in den USA belassen. Diese Verlagerung wird »tax inversion«, »Steuerumkehrung«, genannt.

Laut ...


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