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Leak-Experte

PERSONALIE

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: 2 Min.

Eigentlich wollte er immer Schriftsteller und Profifußballer werden. Jetzt ist er Fan des TSV 1860 München - und derzeit wohl mit der prominenteste Journalist des Landes. Bastian Obermayer von der »Süddeutschen Zeitung« musste dafür im vergangenen Jahr auf eine Menge Schlaf verzichten und viel reisen. Doch ohne diesen Einsatz wäre der Coup der sogenannten Panama Papers nicht möglich gewesen.

Als sich vor rund einem Jahr der anonyme Informant bei dem 1977 geborenen Obarmayer meldete, war das der Beginn einer beispiellosen Recherche, an der neben Obermayer und seinem Kollegen Frederik Obermaier bald 400 Journalistenkollegen aus aller Welt beteiligt waren. Für Obermayer, der stellvertretender Leiter des SZ-Ressorts Investigative Recherche und Mitglied des »International Consortium of Investigative Journalists« ist, war es nicht die erste investigative Recherche. Nach einem Studium der Politik, der amerikanischen Kulturgeschichte und Geschichte absolvierte er die Deutsche Journalistenschule, um dann sieben Jahre Redakteur beim Magazin der SZ zu werden. Seine Themen: Nazi-Kriegsverbrechen, sexueller Missbrauch im Kloster Ettal und Serienmörder. Seit 2012 arbeitet Obermayer im Investigativressort. Dort wurde er rasch zum Leak-Eperten. An der Recherche zu den Offshore-, den Luxemburg- sowie den Swiss-Leaks war er beteiligt. Auch half er, den ADAC-Skandal um den »Gelben Engel« aufzudecken. Ausgezeichnet wurde Obermayer unter anderem mit dem »Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen« des »Netzwerkes Recherche« und mit dem Theodor-Wolff- und dem Henri-Nannen-Preis.

Erstaunlich, dass er dennoch Zeit gefunden hat, sich als Schriftsteller zu versuchen. 2009 war er Coautor des Romans »Pärchenabend forever«. Sein jüngstes Buch »Panama Papers: Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung« ist parallel zu den ersten Medienberichten erschienen. Fehlt eigentlich nur noch ein Film über die Recherchen. In der Rolle des Bastian Obermayers könnte sich Daniel Brühl gut machen.

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