Körper, Seele, Seime

Jena ehrte den Vater der Pantomime im Osten mit einem Eintrag ins Goldene Buch der thüringischen Stadt

  • Von Doris Weilandt, Jena
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es ist kaum zu glauben: Der große Pantomime Harald Seime feierte in Jena kürzlich bereits seinen 80. Geburtstag. Und er steht noch immer gelegentlich auf der Bühne.

Mit seinem Studio an der Universität im thüringischen Jena hat er mehrere Generationen von Pantomimen geprägt, die in der DDR haupt- oder nebenberuflich auf der Bühne standen: der Vater der Pantomime im Osten Deutschlands, Harald Seime. Zu nennen sind da vor allem Burkhard Seidemann, der das Pantomime-Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin gründete, Joachim Lemke, der an den Theatern in Rostock und Schwerin als Pantomime engagiert war, oder das Pantomimeensemble der Universität Leipzig mit Carola Seelig und Michael Hametner. Harald Seime hat Hunderte Solo- und Ensembleprogramme bestritten und ist einem breiten Publikum als tragikkomische Figur bekannt, die sich vielfach verwandeln kann. Auch heute noch tritt Seime, der am 3. März 1936 im thüringischen Stadtroda geboren wurde, mit Klassikern wie «Zirkus», «Selbstporträt» oder «Napoleon am Tag vor der Schlacht» (bei Jena und Auerstedt) auf. Viele Gedanken schweben dabei im Raum. Es si...


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