»Ich wollte auf den Platz zurück«

Folge 91 der nd-Serie »Ostkurve«: Den Krebs besiegt, bleibt Benjamin Köhler ein Unioner

  • Von Matthias Koch
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Der 1. FC Union Berlin stand schon in der größten Leidenszeit hinter dem an Krebs erkrankten Benjamin Köhler. Nach der Heilung gab es nun eine Vertragsverlängerung.

Da sage noch einer, dass Fußballer nicht auf Körperpflege bedacht sind. Benjamin Köhler holte in dieser Woche vor dem Laktattest beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin auf dem Sportplatz an der Dörpfeldstraße einen Knipser heraus, um sich die Fingernägel zu kürzen. Dass der Mittelfeldspieler damit seine Unterschrift unter einen neuen Einjahresvertrag vorbereitete, ist aber nur ein Gerücht. »Die Nägel waren mal wieder fällig. Es hatte mit der Vertragsunterschrift nichts zu tun«, sagt Köhler lachend.

Dass ein 35-jähriger Mittelfeldspieler ein neues Arbeitspapier bekommt, ist keine Seltenheit. Für Köhler spricht auch die Erfahrung von 169 Erstliga- und 140 Zweitligabegegnungen in den Trikots von Eintracht Frankfurt, Hertha BSC, MSV Duisburg, 1. FC Kaiserslautern und Union. Angesichts seiner Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs im Januar 2015 ist das aber keine Selbstverständlichkeit. Außer vielleicht für Köhler. Er hatte die Chemotherapi...


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