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Wegschauen hilft nicht gegen Wohnungslosigkeit

Klaus Lederer, Spitzenkandidat der Berliner Linkspartei, besuchte am Freitag die Bahnhofsmission am Zoologischen Garten. Dort unterstützte er die ehrenamtlichen Mitarbeiter bei ihrem Einsatz für Wohnungslose. »Eine der größten politischen Gefahren für die Arbeit mit Wohnungslosen ist das Klima der gesellschaftlichen Ausgrenzung«, sagte Lederer. »Wohnungslosigkeit wird nicht durch Wegschauen oder Zwangsmaßnahmen bekämpft.« Kurzfristig sei eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung der bestehenden Hilfsangebote und die Schaffung weiterer Einrichtungen, so beispielsweise am Alexanderplatz, dringend geboten.

Ziel müsse allerdings sein, Wohnungslosigkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen. »Langfristig sind bezahlbare Mieten in allen Teilen der Stadt die beste Prophylaxe, um Menschen gar nicht erst in Notsituationen geraten zu lassen.« Die Stadtmission unterhält sowohl am Bahnhof Zoologischen Garten als auch am Hauptbahnhof eine Bahnhofsmission. Wohnungslose bekommen hier Essen, Bekleidung, Schlafsäcke und ein offenes Ohr.

Vor der Bahnhofsmission am Zoo steht ein Gedenkbaum für Menschen, die auf der Straße verstorben sind. jot Foto: nd/Ulli Winkler

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